Autofahrer aufgepasst!

Julia hat ihre Virginia driver's license!

Frage: Warum sehen alle (!) Führerscheinphotos aus, als hätte man Sonnenbrand? Hallo? Ich sah tiptop aus, als ich da hingegangen bin und jetzt habe ich einen Rotstich. Trotzdem bin ich ganz zufrieden, ich hab definitiv schon schlechtere Führerscheinphotos gesehen.

5 Kommentare 27.8.08 18:46, kommentieren

Bye bye beach

Gestern hieß es tschüss sagen, wir sind wieder zurück nach Virginia gefahren. Ich wäre so gerne noch länger geblieben.

Die Tage waren total entspannt und schön, bis auf einen Tag hatten wir Supersommersonnewetter und das Meer war traumhaft. Mit meiner Familie habe ich mich auch super verstanden und wir konnten mal ein bisschen mehr Zeit als sonst miteinander verbringen.

Vor allem der letzte Abend war toll. Wir sind alle zusammen zum Strand gegangen und haben ein Feuer gemacht. Jeder hat dann ein Lied gesungen (okay, das war der weniger glorreiche Part des Abends, ich bin nicht unbedingt das Supertalent, was das Singen angeht) und dann haben wir S'mores gemacht, richtig amerikanisch. Man konnte super die Sterne sehen und andauernd waren shooting stars (Sternschnuppen) am Himmel. Cool war auch, dass im Sand so Leuchtedinger waren, die angefangen haben zu blinken, wenn man daraufgetreten ist, ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt.

Heute hat mich der Alltag aber schon wieder, ich bin ziemlich viel am Waschen (jaja, die gute Hausfrau) und am fahren. Morgen wirds genauso aussehen: Führerschein beim DMV holen, Zahnarzt, Röcke aus der Schneiderei abholen, ... .

Donnerstag heißt es dann schon wieder Tasche packen, weil ich am Freitagmorgen nach Detroit fliege und dort das verlängerte Wochenende verbringe.

4 Kommentare 26.8.08 22:38, kommentieren

Don't stop me now - I'm having such a good time

I'm really having a good time, floating around in ecstasy. Oder so. Jedenfalls genieße ich diesen ziemlich lässigen Urlaub total. Nachdem wir das suboptimale Motel hinter uns gelassen haben, sind wir in unser Ferienhaus eingezogen und ich würde hier glatt bleiben. Alle Häuser hier sind auf Stelzen gebaut und ich muss echt sagen, für ein Ferienhaus ist das Ding riesig. Es gibt Betten für 15 Leute - und wir sind zu viert. Dazu dann noch Küche, Wohnzimmer, Esszimmer, Büro und zwei Zimmer, von denen ich nicht genau sagen kann, wozu man sie braucht (Couches und Stühle kann man nie genug haben?!). Diverse Bäder und ein Riesenbalkon. Der ganze Spaß direkt hinter einer Düne, über die man zum Strand kommt. Ich liebe es.

Wir sind tagsüber die meiste Zeit am Strand und kochen dann abends hier. Ich hab sogar Schrimps und Thunfisch gegessen, ich kanns selber noch nicht fassen. Danach nehmen wir immer das Projekt 'Wir zeigen Julia Filme, die sie noch nicht gesehen hat' in Angriff. Sonntag habe ich also zum ersten Mal 'My big fat greek wedding' gesehen und ich fand den wirklich witzig, hat mir gefallen. Montagabend gab es 'National Treasure', der war auch gut. Hat ja teilweise auch in DC gespielt, ich werde in den nächsten Wochen auch endlich mal in die National Archives gehen und die Declaration of Independence ansehen. Ist ja jetzt quasi meine Bürgerpflicht hier.

Gestern Abend haben wir dann 'The Shawshank Redemption' angesehen, der Film war nicht so easy wie die anderen, da musste man schon ein paar mal schlucken. Morgen gehen wir dann endlich in 'The Dark Knight' und um uns die volle Dröhnung Heath Ledger zu geben, haben Katie und ich uns '10 Things I hate about you' ausgeliehen, obwohl ich ja gesagt habe, dass ich den Film nie wieder sehen kann, weil Heath tot ist.

Wenn ich das nochmal so überfliege hört sich das an, als würden wir nur Filme gucken, ganz so ist es dann doch nicht. Vorgestern sind wir zum Cape Hatteras gefahren, das war super. Die Outer Banks reichen in den Atlantik rein, also Richtung Osten, und machen dann am Cape Hatteras einen 90-Grad-Knick zurück Richtung Festland. Am Cape Hatteras ist man dann am östlichsten Punkt der USA und es ist wirklich cool dort. Man kann mit dem Auto direkt über den Strand bis ans Wasser fahren. Wenn man dann an der Spitze steht, wo die Inseln den Knick machen und ein bisschen ins Wasser geht kommen die Wellen von allen Seiten. Hier vor den Outer Banks treffen ja der Golfstrom und der Labradorstrom aufeinander und wenn es mal ein bisschen unruhig ist, können am Cape Hatteras schon ganz nette Wellen aufeinandertreffen.

Um nochmal auf Fische zurückzukommen: Haie gibts hier wirklich mehr als ich gedacht hätte, in der Dämmerung sollte man auf keinen Fall schwimmen gehen. Und ich habe schon Delfine gesehen, ich bin völlig ausgeflippt, wie ein kleines Kind am Strand rumgesprungen. Die anderen fandens ziemlich witzig =)

Heute waren wir mittags in eienm Restaurant zum lunch und sind danach nach Hatteras gefahren und durch ein paar Shops geschlendert und haben uns die riesengroßen Strandhäuser angesehen, nicht schlecht die Dinger. Und wir hatten fudge, das ist von der Konsitenz so wie Karamell, nur gibt es das dann in ganz vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, hab ich so noch nie gesehen, echt lecker.

Der Urlaub ist entspannend und kam genau zur richtigen Zeit, ich musste echt mal rauskommen, nachdem die Kinder sich ja relativ standhaft gegen den Pool zu Hause wehren und ich deswegen meist nur am We da war. In einer Woche fängt ja auch die Schule wieder an, eigentlich startet ab dann mein Au Pair Leben erst richtig, morgens früh raus, Kinder wegbringen, wieder abholen, Taxi spielen, Abendbrot machen und so weiter. Mal sehen, wie gut ich dann mit allem klar komme.

Übrigens bin ich total der Boogyboardchamp! Das ist so geil, du hast ein Brett und wenn eine große Welle kommt, springst du drauf und kannst die Welle bis ans Ufer reiten, das macht so Spaß, ich liebe es.

Mit meiner Gastfamilie komme ich hier super klar, es ist ziemlich witzig. Meine Gasteltern sind so zum Lachen, wenn sie sich über New Yorker aufregen. Gestern hat sich eine Gruppe von Leuten circa 10 Meter schräg vor uns niedergelassen und mein Gastvater war völlig aus dem Häuschen, warum die so dreist sind und sich so nah zu uns legen. Er war dann sofort sicher, dass diese Dreistigkeit nur von Leuten aus New York begangen werden kann, die hätten ein ganz anderes Gefühl von Raum. Ich musste echt lachen =) Danach hab ich noch einige Charakterzüge von Kaliforniern oder Leuten aus New England gelernt, ich weiß jetzt Bescheid.

Katie und ich sind uns noch nicht ganz einig, wer von uns Michael Phelps heiraten darf, aber das diskutieren wir denke ich noch aus. Sollte ich die Glückliche sein, muss der Gute erst mal zum Arzt und sich die Segelohren korrigieren lassen.

Danke an alle, die hier Kommentare schreiben, ich gucke oft nach und freu mich jedes Mal total, wenn sich wieder wer von euch meldet. Es ist immer schön von euch allen zu hören <3

6 Kommentare 21.8.08 00:47, kommentieren

Surfin USA

If everybody had an ocean across the USA, then everybody'd be surfin like California!

Heute ist Tag 1 des Strandurlaubs. Wir sind wirklich früh morgens losgefahren und relativ schnell durchgekommen. Meine Familie überlegt tatsächlich nächstes Jahr mit 2 Autos zu fahren, weil im Suburban zu wenig Platz für das ganze Gepäck war. Okay, alles klar.

Auf dem Weg über die ganzen Inseln (man fährt im Norden über eine Brücke und fährt dann auf den Inseln südlich) haben wir angehalten, um Kitty Hawk zu besichtigen, dort haben die Brüder Wright die ersten Flugversuche gemacht. Das war schon interessant mal zu sehen, wie weit die gekommen sind und wie diese Fluggeräte aussahen. Die waren da in originaler Größe aufgebaut.

Mittags haben wir kurz zum lunch gestoppt und ich hatte meinen ersten Hot Dog auf amerikanischem Boden. Kaum zu glauben, dass ich schon über einen Monat hier bin und weder Burger noch Hot Dog hatte. War sehr lecker und alle meinten zu mir ich wäre richtig american =)

Wir haben dann in ein motel eingecheckt, weil unser Ferienhaus (direkt am Strand, auf Stelzen erbaut, ich bin im Paradis) erst ab morgen frei ist.

Nachdem wir kurz in den Pool gehüpft sind, waren wir noch am Strand - ein Traum. Richtig krasse Wellen! Hab ich so noch nie erlebt, die Strömung ist unglaublich und unter manche Wellen muss man einfach tauchen, sonst wird man zu stark herumgeschleudert. Und überall Surfer (ich sag ja, ich bin im Paradis).

Wir sind alle die ganze Zeit nur am lachen, weil John's Shorts immer runterrutschen und er deswegen die ganze Zeit daran rumfummelt und sie wieder hochzieht. Ziemlich witzig.

Gleich gehen wir noch essen und mich würde es nicht wundern, wenn wir heute Abend noch Olympia gucken, alle sind total in Michael Phelps verliebt. Genrell wird aber alles an Sport geguckt und besonders wenn die USA gewinnen, ist alles 'amazing'. Totale Begeisterung. Faszinierend.

Okay, ich muss los, wir fahren ins Restaurant, im Ferienhaus haben wir auch Internet, deswegen schreibe ich dann bald wieder und mache ein paar Photos vom beach (und den Surfern =)).

Take care.

2 Kommentare 17.8.08 00:55, kommentieren

Hit the road

Morgen gehts dann schon wieder los in den nächsten Urlaub. Bis übernächsten Montag sind wir an den Outer Banks. Das wird erstmal alles ein hin und her, ich muss zwei Taschen packen, weil wir morgen erst noch in einem Hotel schlafen, weil wir erst am Sonntag in unser Haus können, bin mal gespannt wie das so wird.

Katie hat gesagt, es gibt Haie an den Outer Banks, uhuh. Und wenn man morgens ganz früh aufsteht und den Sonnenaufgang ansieht, kann man manchmal Delfine am Horizont sehen, ich bin gespannt. Das wäre natürlich bombig. Wie ich das aber momentan sehe, werde ich nie im Leben so früh wach sein, weil ich so unglaublich müde bin. Ich bin schon müde, wenn ich morgens aufstehe. Dabei muss ich erst um 8.30 raus und schlafe somit immer etwa 7 Stunden pro Nacht. Komisch. Das Wichtigste ist, dass das Wetter gut ist, damit wir ins Meer und in den Pool können.

Die letzte Woche war schön, aber nicht besonders aufregend. Wir haben abends immer dies und das gemacht und tagsüber waren die üblichen Arbeiten angesagt. Gestern habe ich mittags 'The Notebook' geguckt und ich war nur noch am weinen, so schön und so traurig. Gestern hat Katie mir auch eine Villenstraße gezeigt, wie ich sie noch nie gesehen habe, das war unglaublich, ich ... wow, ich bin nur mit offenem Mund im Schneckentempo dadurch gefahren. Ich glaube wenn mich jemand aus Deutschland besuchen kommt, halte ich aus Spaß vor einem von den Häusern an und sage, dass ich da wohne =)

Ah, obwohl - eine aufregende Sache ist doch passiert. Katie hat ihre Fahrerlaubnis bekommen und das erste was sie gemacht hat war in eine Mauer zu crashen. Das tat mir so leid, da musste ich erstmal trösten.

Ich verabschiede mich erstmal für die nächste Woche, ich weiß nicht, ob wir in unserem Haus Internet haben.

Bis bald, take care.

1 Kommentar 15.8.08 16:25, kommentieren

Take me to New York, I'd love to see LA

Am Samstagmorgen (vorletzten Samstag - ich geb zu, ich war etwas schreibfaul, aber es gibt immer so viel zu tun) ging es schon früh los in die Stadt der Städte - New York. Nachdem die letzten Sandwiches fertig waren und wir alles Wichtige in einer Kühltruhe verstaut hatten (welcher Amerikaner verlässt das Haus auch ohne Kühltasche?), sind wir alle in den Suburban gestiegen und losgedüst.

Nach etwas über fünf Stunden, die außer einem richtig krassen Platzregen ruhig verlaufen sind, obwohl ich schon vorher von den Kindern vor einer langen Autofahrt mit meiner Gastfamilie gewarnt worden war, haben wir ins Hyatt Hotel in Jersey City eingecheckt. Der Blick, den man von der Terrasse aus auf Manhattan hat ist einzigartig. Ich hätte stundenlang einfach dasitzen und es ansehen können. Auf der anderen Seite des Hotels kann man sogar die Freiheitsstatue und Ellis Island sehen und das ganze Wasser des Hudson Rivers um das Hotel herum macht den Ausblick noch viel krasser.

Im Hyatt habe ich ein Zimmer mit den Kindern geteilt, was auch total witzig war (Shake your boody, baby!). In der ersten Nacht hat John noch auf seinem provisorischen Bett (=Sessel) geschlafen, weil er und seine Schwester sich partout kein Bett teilen wollten. In der zweiten und dritten Nacht hat Katie dann in meinem Bett geschlafen. Am Sonntag konnten wir beide nicht einschlafen und haben uns dann noch bis viertel vor eins unterhalten, was wirklich cool war.

Am Nachmittag sind wir nach diversen Hotelzimmerproblemen mit dem PATH zum World Trade Center gefahren und haben dort relativ lange nach der Subway Station gesucht. Ich konnte echt nicht ganz verstehen, warum mein Gastvater nicht sofort nach dem Weg gefragt hat, sondern erst noch so lange rumgelaufen ist und versucht hat seine Karte zu entziffern. Ich hatte natürlich wegen des anstehenden Broadway Musicals meine schwarzen, hohen Schuhe an, die sich als definitiv nicht städtereisentauglich erwiesen haben, aua.

Vor dem Musical sind wir noch in ein schickes Restaurant gegangen, in dem alle möglichen Portraits von Promis an die Wände gemalt waren. Die Promis, die schon mal in dem Restaurant gegessen haben, haben dann neben ihrem Portrait unterschrieben. Direkt an unserem Tisch war zum Beispiel die Unterschrift von Jennifer Aniston. Gegenüber von dem Restaurant war der Eingang zu “Wicked”. Das Musical war einfach genial, es hat mir unglaublich gut gefallen. Die Kostüme, der Gesang und die oft wechselnden Bühnenbilder waren super. Ich mochte auch die Story an sich, sie war mit “Der Zauberer von Oz” verbunden. Ich bin jetzt ein bisschen auf den Geschmack gekommen und möchte echt gerne “The Lion King” sehen. Leider ist das in DC schon ausverkauft und am Broadway ist es bestimmt teuer, aber schön wäre es trotzdem.

Auf dem Rückweg ins Hotel konnten wir dann Manhattan by night bewundern - wow. Was würde ich dafür geben dort zu wohnen? Nicht für immer, aber für ein zwei Jahre. Wahrscheinlich gehen einem die Touristen oder die dreckigen Subways nach ein paar Wochen total auf die Nerven, aber ich würde es trotzdem gerne. A propos Subway, die Metro in DC ist ungefähr tausend Mal sauberer als die in NY. Und die Städte an sich sind auch total unterschiedlich - NY, besonders Manhattan, mit den ganzen skyscrapers und DC mit dem Kapitol und den anderen antik angehauchten Gebäuden und memorials und dem Hochhäuserverbot.

Samstag war unser erster kompletter Tag in NY. Meine Gastfamilie ist ins Yankee Stadium in die Bronx gefahren, um ein Baseballspiel zu sehen. Ich habe mich in der Zeit mit Sonja an der Pen Station bzw. dem Madison Square Garden getroffen. Ich war zu spät, weil es mit dem PATH zur 33. Straße doch länger gedauert hat, als ich dachte. Sonjas Familie hat den Tag dann auf der Fähre nach Staten Island verbracht, während Sonja und ich Richtung Downtown gelaufen sind.

Zuerst ging es zum Flatiron Building, dann weiter durch Soho, Little Italy und den Rand von Chinatown. Wir sind unglaublich viel gelaufen, aber es war einfach toll. Irgendwann sind wir dann am östlichen Ufer von Manhattan angekommen und haben an der Lower East Side in einem Park gesessen.

Manhattan zu Fuß zu erkunden war wirklich super und die beste Entscheidung. In Soho findet man viele Kunstgalerien, Cafés, Restaurants und auch Klamottenläden, die aber doch teuer sind. Little Italy ist voll von Touristen, hat aber trotzdem schöne kleine Shops und viele Eisdielen, Pizzerien und Restaurants. In einem Laden habe ich ein Shirt mit einem Starbuckslogo gekauft, in dem der Kopf der Statue of Liberty abgebildet ist, das fand ich richtig fresh.

Der Tag mit Sonja war super und ich bin ziemlich traurig, dass sie jetzt schon wieder fährt. Ich hätte sie gerne noch ein paar Mal besucht, dann hätte sie mir NYC zeigen können.

Nach einer kleinen Pause in dem Park (die meine Füße aber auch echt gebraucht haben) haben wir Sonjas Familie an der Pen Station wieder getroffen und sind zum Times Square gelaufen, wo wir zwei Freunde von Sonja getroffen haben. Der eine hat eine Wohnung in Harlem und von seinem Balkon einen super Blick über New York - ich muss mich unbedingt auch mit einem echten New Yorker anfreunden.

Am Mc Donalds an der 42nd Street habe ich meine Gastfamilie getroffen, wobei das alte Au Pair mit ihrer Familie auch dort war. Wir sind alle zusammen nach Little Italy gefahren und haben dort gegessen, hat ziemlich gut geschmeckt. Noch ein Eis als Nachtisch und alle waren glücklich. Wenn man hier essen geht, geht ohne dessert gar nichts, zumindest ist das bei meiner Gastfamilie so. Hier zu Hause essen wir nie Nachtisch, aber nach einem Essen im Restaurant muss noch ein Eis rein, egal ob noch Platz ist oder nicht.

Am Montag fühlte sich meine Gastmutter morgens nicht gut, deswegen sind wir anderen vier alleine auf das Empire State Building gegangen. Zuerst haben wir einen Film in einem Simulator geguckt, das war ganz nett gemacht und hat uns die Wartezeit vor dem Gebäude erspart, deswegen mussten wir nur ca 30 Minuten vor den Fahrstühlen anstehen. Von oben hat meinen einen tollen Blick auf das Chrysler Building, aber meiner Meinung nach ist Top of the Rock genauso schön, wenn nicht sogar besser. Man hat nicht auf jedem Photo die Gitter drauf, das sieht hinterher wesentlich besser aus (jaja Photofreak, wenn meine Gastfamilie sich später an mich zurückerinnert werden die sagen 'Ach erinnerst du dich an Julia? Das war das Au Pair, das immer mit Digicam und Camcorder rumgerannt ist!').

Gegen Mittag haben wir die Mutter dann in einer Seitenstraße der 5th Ave getroffen. Sie hat in einem Innenhof auf uns gewartet, in dem viele Stühle und Tische standen und an der einen Seite ein riesiger Wasserfall war. Wenn ich da in der Nähe arbeiten würde, würde ich jede Mittagspause dort verbringen. Man sah auch deutlich, dass die 5th Ave schon in einer gehobenen Gegend liegt, alle waren schick angezogen und die Geschäfte natürlich ganz anders als zum Beispiel in Little Italy.

Es ging dann weiter in den Central Park, der total schön und beeindruckend ist. Eine grüne Oase mitten in einer riesigen Stadt. Wir haben da an einem kleinen See gesessen und ein wenig relaxt. Das nächste Mal wenn ich da bin, nehme ich auf jeden Fall eine kleine Decke mit und lege mich zu den New Yorkern ins Gras.

Im Central Park waren wir dann auch an/in den Strawberry Fields, Gärten die zu Ehren von John Lennon angelegt wurden, der am 08. Dezember 1980 vor dem Dakota Building am Rand des Central Parks erschossen wurde. Dieser kleine Bereich des Central Parks befindet sich in Höhe der 72nd Street West und Eighth Avenue Central Park West. Besonderes Merkmal der Strawberry Fields ist das von Yoko Ono gestaltete kreisrunde Mosaik aus schwarzen und weißen Steinchen. In dessen Zentrum ist in Anlehnung an John Lennons vielleicht berühmtesten Titel „Imagine“ zu lesen (ich gebe zu, dass die letzten drei Sätze aus wikipedia sind). Dieser Mosaikkreis ist jetzt nicht unbedingt sehenswert, aber es war trotzdem ganz cool, die Beatles sind ja schon kultig.

Dienstag musste ich mich morgens schon wirklich früh aus dem Bett quälen, aber es hat sich gelohnt. Nachdem wir mit der Fähre nach Ellis Island gefahren sind, von der man einen super Blick auf Manhattan hat, haben wir das Museum dort besucht und sind dann weiter zur Freiheitsstatue gefahren. Natürlich ist man da mehrmals durchsucht worden, aber das Anstehen und Warten hat sich gelohnt. Es ist ein tolles Gefühl am Fuße der Statue zu stehen, irgendwie kann man das gar nicht beschreiben. Man stellt sich den Blick beim Raufgehen noch imposanter vor, aber mit der Aussicht auf Manhattan ist das schon toll. Leider kann man wegen September 11 nicht mehr in die Fackel hoch, sondern nur noch auf den Sockel, schade.

Als es dann “Byebye, NYC” hieß, war ich total traurig. Diese Stadt ist einfach so hammer, ich wollte am liebsten sofort ein Apartment oder Zimmer suchen und da bleiben. Unglaublich. Alles voller Leute, so viel zu sehen und einfach nur aufregend. Ich will so schnell wie möglich zurück.

Wieder zu Hause in Alexandria zu sein, war aber auch echt schön. Keine drei Stunden nachdem wir wieder zu Hause waren hab ich mich schon wieder mit Sina getroffen und auch ansonsten waren wir alle wieder jeden Abend zusammen unterwegs (Starbucks, Panera, movie).

Das beste war natürlich (wie immer =)) das Wochenende. Samstag haben wir am Pool gechillt (ich hab einen kleinen Sonnenbrand, da denkt man als Bulagrienmaturafreizeitteilnehmer ist man gegen Sonne immun und dann das), waren in diversen Läden einkaufen (neue Lieblingsmarken: Roxy und Billabong!) und abends - wie sollte es anders sein - in Old Town. Haaach, old town. Ich liebe es. Und ich habe jetzt einen Freund, der bei Starbucks arbeitet. Dave. Leider ist er ein Freak, der noch dazu für einen tall strawberry frappuccino mehr als 20 Minuten braucht. Keine guten Voraussetzungen für eine Freundschaft. Ich glaube aber, dass Sina ihn ganz gut findet, sie ist gestern direkt nochmal hingefahren =)

Gestern habe ich Sonja dann zum letzten Mal getroffen, am Hard Rock in DC. Nach ein paar Stunden hieß es dann auch endgültig tschüss sagen. Ich hab Sonja für jeden von euch eine ganz dolle Umarmung mitgegeben, sagt Bescheid wenn die nicht ausgeführt wird, dann setzt es was (Frollein XD). Gestern Abend sollten wir movie night bei unserer counsellorin haben, aber es hat geregnet, deswegen ist das ausgefallen und wir haben uns spontan bei Julia getroffen (diese ganzen Julias verfolgen mich selbst hier in den USA, jetzt bin ich Julia A, Bo und W losgeworden, jetzt hab ich hier Julia G und heute hat mir Julia M eine Mail geschrieben. Danke Mama und Papa für eure Kreativität =)).

Diese Woche werden wir kochen, essen gehen und ins Kino und am Freitag fahre ich nachts auch schon wieder in den Urlaub an die Outer Banks für 10 Tage. Wenn ich dann wiederkomme sind es nur noch drei Tage bis ich nach Detroit fliege, gestern habe ich seit langem wieder mal mit Söhnie gesrochen und wir haben erstmal beschlossen, dass wir es Silvester in NYC krachen lassen, yaaay ball drop am Times Square, so gehört sich das. Meine Verweichlichung in Punkto Musik lässt sich übrigens nicht aufhalten, ich gehe in Detroit auf ein Maroon 5 Konzert. Bei Söhnie ist aber alles noch viel schlimmer, sie geht auf ein Konzert von ... ich kanns nicht sagen, das muss sie selber gestehen. Bin gespannt, ob sie das in 5 Jahre in der Kategorie "Jugendsünde" ablegt. Sorry Söhnie <3 I'll stop teasing you now.

Übrigens lerne ich jetzt Spanisch am College - hola oder so. Mal sehen wie das wird. Ein Jahr Spanisch-AG ist ja spurlos an mir vorbeigegangen. Ich kann nicht mal sagen wie ich heiße. 

Viele Grüße aus Alexandria =)

6 Kommentare 11.8.08 18:16, kommentieren

Leaving for NYC

Heute nur ein ganz kurzer Eintrag, weil ich meine Tasche noch weiter packen muss und nicht erst wie meist um 1 ins Bett will, weil es morgen ziemlich früh losgeht - nach New York City.

Die letzte Woche hatte ein bisschen was von einer Achterbahnfahrt, auf und ab. Meistens aber auf. Nachdem ich diverse Schnitzel- und Verfahrkrisen gemeistert hatte, waren die Tage doch noch schön. Ich hab so dies und das gemacht, Kaffee getrunken, eine Reisetasche gekauft, DVD geguckt, bin rumgefahren und habe Chauffeur gespielt undundund.

Heute war ein ziemlich vollgepackter Tag. Ich habe drei oder vier Maschinen Wäsche gemacht, die Große zur mall gefahren und abgeholt, war bei der Bank und bei der Post, habe eine Speicherkarte für meine Gasteltern gekauft, die Große anderthalb Stunden rumkutschiert, mit Oma und meinen Eltern telefoniert, war am Pool beim Tenniscampdinner, habe Marisa zur Metro gefahren (ich will auch nach Kalifornien!) und einen Stop bei Starbucks gemacht (Wie Denn Sonst?).

Und tada - ich habe gestern einen Flug nach Detroit gebucht und werde Sonja vier Tage lang mit meiner Anwesenheit beglücken, das wird toll. Ich freu mich unglaublich.

Und mit der anderen Sonja habe ich mich für Sonntag um 12 am Madison Square Garden verabredet, wer zu uns stoßen möchte sei hiermit herzlich eingeladen. Nächstes Wochenende ist sie dann in DC und hat ein Hotel hier in Alexandria, das schreit geradezu nach Old Town =) Ach Sonja, ich werde dich echt vermissen. Ich hatte gehofft dich öfter als drei oder vier Mal zu sehen.

Übrigens wären die USA ein Paradis für Julia W - ein Starbucks an jeder Ecke und im Radio läuft ausschließlich Coldplay! Jule, what about leaving Keiner Da for some days and meeting some old german friends in the US?

Damit ich nicht total verweichliche, da meist Coldplay oder The Fray gespielt werden, steige ich jetzt schon manchmal auf einen anderen Radiosender um, der Blink 182 und Nirvana und so spielt und dann rocken wir immer alle zusammen das Auto. A propos, Katie hat mir heute erzählt, dass ich ruhig zu schnell fahren kann, als Mädchen hat man bei den Polizisten gute Chancen, wir haben uns schon eine Taktik überlegt.

Wir fahren morgen früh (mit dem Suburban, YEEEES) nach NYC und gucken morgen Abend dann ein Musical am Broadway. Sonntag werde ich den Tag mit Sonja und ihrer Familie verbringen und abends gehen wir eventuell noch aufs Empire State Building. Montag entscheiden wir spontan was wir machen und Dienstag gehts zur Freiheitsstatue und nach Ellis Island, wo sich früher alle Einwanderer (=immigrants, an dieser Stelle ganz liebe Grüße an Mark und Ralf <3) registrieren lassen mussten. Und dann gehts auch schon wieder zurück Richtung DC.

Nach diesem schönen Trip werde ich dann mal für Thomas dokumentieren, wie bequem es ist amerikanischer Briefträger zu sein. Ich muss mir nur noch überlegen wie ich das fotographieren oder filmen kann ohne wie der letzte Idiot dazustehen.

Mittlerweile ist es schon wieder elf, Katie ist vor über einer Stunde runtergekommen, um mir was zu sagen und wir haben uns verquatscht. Eigentlich wollte ich schon im Bett liegen. Egal, sie fands gut mit mir zu reden und mir hats auch gefallen. Au Pair sein ist halt ein fulltime job und richtige Maloche (sorry, das musste sein, jeder weiß ja, dass ich hier chille wie sonst was =)).

Schönes Wochenende und bis Mittwoch! Wenn ich im Hyatt kostenloses Internet kriege, melde ich mich vielleicht auch schon vorher kurz mal. Stay tuned.

4 Kommentare 2.8.08 04:57, kommentieren