Put your hands up for ... Michigan!

Vorletzten Freitag war es dann also endlich so weit, ich bin vom Reagon National nach Detroit geflogen. Langsam hab ich echt einen Durchblick wie das alles läuft, ich kann mich selber einchecken, weiß wie ich ohne amerikanische Kreditkarte Flüge buchen kann undundund. Die Sicherheitsvorkehrungen sind bei inneramerikanischen Flügen komischerweise sogar noch strenger als bei internationalen in die USA, ich musste sogar die Schuhe ausziehen. Ich habe für mich jetzt beschlossen hier nur noch mit Handgepäck zu fliegen, das macht viel mehr Sinn und geht einfach schneller und  ist billiger.

Die Tage in Michigan waren traumhaft. Sonja und ich waren nur unterwegs und haben den Sommer genossen. Das Open Air Konzert von Maroon 5 war der hammer und vielleicht möchte ich jetzt doch nicht Michael Phelps heiraten (der ist ja auch irgendwie nicht hübsch), sondern Adam Levine. Es ist echt krass, wie viele Songs von Maroon 5 man einfach so aus dem Radio kennt, immer wenn die ein neues Lied angespielt haben, dachte man so 'Ach ja, das haben die ja auch noch, cool'.

Das Wetter an dem Wochenende war supersommersonnig, deswegen waren wir auch zweimal am See, einmal im Dodge Park, wo wir ein bisschen im Sand relaxt haben und einmal bei Luisa hinterm Haus, die Gastfamilie hat ein Grundstück direkt am lake. Und wir haben aus roten Plastikbechern getrunken (einmal Clichés bitte). Wir waren auch in Royal Oak und Birmingham, zwei wirklich schöne (nicht typisch amerikanische) Städtchen mit Cafés und Bars. Alles gut soweit. Und dann kam Ann Arbor. Fast 10 deutsche Au Pairs und ein amerikanischer Club. Das kann sich niemand vorstellen wie ein amerikanischer Discoabend aussieht, ehrlich nicht. Kein Vergleich zu Deutschland. Es ist ... anders. So viel dazu, man kann das nicht in Worte fassen, das muss man erlebt haben.

Detroit downtown war nicht so ghettomäßig wie ich es mir vorgestellt hatte und das Renaissance Center und der Detroit River waren ziemlich cool genau wie die Fahrt im People Mover. Ansonsten gefällt mir DC eindeutig besser, das ist wirklich mehr für Touristen, da gibt es mehr zu sehen. Michigan an sich ist aber traumhaft, überall Seen. Und viele große Häuser. Summertime in Michigan gefällt mir =)

Zurück in Alexandria hat die Schule von den Kindern wieder angefangen. Mein sowieso schon schönes Au Pair Leben ist noch schöner geworden. Ich muss morgens früh raus und fahre die Kinder, aber ab halb neun habe ich frei. Meist bis 2.45 pm, manchmal aber auch länger. In der Zeit chille ich, treffe mich mit Freunden, mache Erledigungen oder gehe einkaufen. Generell irgendwas mit Geld ausgeben. Ich habe in den 2 Monaten hier schon über 1000$ ausgegeben, das ist unglaublich. Wo bleibt das Geld nur? Wir haben uns jetzt vorgenommen nicht mehr so viel essen zu gehen und so, sondern mal zu Hause Atomobst (ich hab hier noch nie vergammeltes Obst gesehen, ich will nicht wissen, was die da alles draufsprühen) oder ein Sandwich zu essen, aber dann telefoniert man morgens und die erste Frage ist: "Wollen wir heute zusammen lunch haben?". So viel dazu.

Letztes Wochenende war dann Katastrophentourismus angesagt. Donnerstag und Freitag hat man schon überall Warnungen wegen dem Hurricana Hanna in Radio und Fernsehn gehört und Samstag war es dann so weit. Der Hurricane hat zwar South Carolina getroffen, aber wir hatten hier richtig viel Regen. Was macht man als Au Pair an einem verregneten Samstag? In die Outletmall fahren natürlich! Und hallo? Wir kommen aus Deutschland! Im Gegensatz zu Fahrern aus einem Land, auf das ich hier nicht genauer eingehen möchte, KÖNNEN wir Auto fahren. Also auf in den Kampf. Die Amis stellen sich so an, das ist unglaublich. Okay, die Straßen waren nass, aber mit genug Abstand zum Vordermann war das alles kein Problem. Und die winkenden Polizisten an den Kreuzungen sahen in ihren neongelben Capes auch putzig aus. Nachdem wir unser Konto also mal wieder (über-)strapaziert hatten, haben wir guten, deutschen Autofahrer uns also auf den Rückweg gemacht bis uns ein kleines Problem auf der Telegraph Road im Weg stand. (Anmerkung: dieser Fluss ist eigentlich eine vielbefahrene Straße)

Ich kanns kaum glauben, dass ich jetzt schon 2 Monate hier bin. Zwei. Und ich habe nur noch zehn, langsam kriege ich Angst. Au Pair sein (wenn man die richtige Familie und Kinder im richtigen Alter hat) ist ein Traum. Die Zweimonatsmarke habe ich dann am Sonntag auch zum Anlass genommen mal zum Kapitol und zum Weißen Haus zu fahren. JA, ich war endlich da =) Beweis:

Nächstes Wochenende fahre ich (mal wieder) nach New York City. Diesmal mit Sina, Lara (Sinas Schwester aus Deutschland) und Julia. Ich hab Freitag freibekommen, also geht es schon übermorgen los. Soho, ich komme. Und einen echten New Yorker Club müssen wir auch unbedingt rocken.

Take care.

10.9.08 15:32

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(11.9.08 16:48)
och julchen komm doch wieder...bin jetzt tante vom kleinen Rico Toni Boberg. bin ein bissl neidisch auf euer schönes Wetter aber warte ab im Mai bin ich bei dir...

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