Santa Claus is coming to town

Lang lang ist’s her, aber es passiert einfach so viel, dass ich mit dem Schreiben nicht hinterherkomme. Und ich chille vielleicht ein bisschen zu gerne, ich geb’s zu, aber einen neuen Eintrag wollte ich 2008 doch noch schreiben.

Am 31. Oktober hat sich ganz Amerika verkleidet - Halloween. Ich war mit Sina und ihren Kindern trick’n’treaten und habe die ganzen Knirpse beim vom Haus zu Haus Rennen beobachtet. Alle waren superaufgeregt und haben vor jeder Tür ‘Trick or treat’ gerufen und riesige Berge an Süßigkeiten eingesammelt. Den Abend haben Sarah und ich dann in Georgetown verbracht und mit Tausenden anderen, vor allem Studenten, gefeiert. Alles um die M Street war supervoll und es gab die schrillsten Kostüme, manchmal richtig gruselig. Einige Mädchen waren halbnackt, wie auch abends immer in den Clubs. Den Spruch ‘Do you wanna lock me up?’ habe ich an dem Abend auch so einige Male zu hören bekommen. Halloween ist definitiv einer meiner Lieblingsfeiertage in Amerika.

Der November war einer der schönsten Monate hier: Annika, Sarah und ich haben so viele Sachen gemacht, waren jedes Wochenende in Clubs unterwegs. Ich habe danach des Öfteren mal bei Sarah geschlafen, was nach der 6. Woche am Stück zu einer gewissen Belustigung ihrer Gasteltern geführt hat. Egal on in Georgetown an der Uni, in der Ultrabar, bei TGI mit unserer brownie obsession oder bei Sarah auf der Coach - wir hatten unglaublich viel Spaß (und Sprite!).

Am letzten Novemberwochenende stand dann schon der nächste traditionell amerikanische Feiertag an, nämlich Thanksgiving. Wir hatten ein großes Dinner bei uns zu Hause und meine Gasteltern haben gleich zwei Truthähne gemacht. Es waren ziemlich viele Leute da und jeder hat etwas speziell für Thanksgiving mitgebracht: Kürbiskuchen, Cranberryspeisen und Sweet Potatoes. Annika, neben Sarah meine beste Freundin hier, hat sich kurz vor Thanksgiving entschieden ihre Gastfamilie zu wechseln. In den zwei Wochen, die sie dazu Zeit hatte, war aber keine gute Familie dabei. Deswegen ist sie Anfang Dezember zurück nach Deutschland geflogen. Der Tag, an dem wir sie zum Flughafen gebracht haben, war einer der traurigsten in meinen 6 Monaten. Dani, Sarah und ich mussten ziemlich viel weinen und auch jetzt vermisse ich sie noch.

Dann ist Weihnachten auch schon immer näher gekommen. Mitte Dezember bin ich mit Sarah für einen Tag nach New York gefahren, um den Weihnachtsbaum am Rockefeller Center anzusehen. Es war unglaublich voll, wie auf einem Konzert. Jeder hat gedrückt und geschoben, aber es war super den Baum mal ‘live’ zu sehen. New York City zur Weihnachtszeit ist toll.

 

Times Square war wie immer unbeschreiblich und der Central Park winterlich romantisch. Auf der Bow Bridge hat gerade ein Mann seiner Freundin einen Heiratsantrag gemacht, da waren wir natürlich hin und weg. Die 5th Avenue war weihnachtlich dekoriert und noch schöner als sonst schon. Leider sitzt da nur Schaufenstershopping drin, aber einfach nur runterzulaufen ist beeindruckend.

Vorletztes Wochenende kam dann auch meine Lieblingsfreundin aus Michigan hergeflogen. Am Freitag hatte ich mit Freunden noch einen sehr coolen Abend im Club und Samstag war es dann so weit.

 

Ich war so aufgeregt bevor ich Sonja vom Reagon National abgeholt habe und habe mich unglaublich gefreut. Abends waren wir im Patriot Center auf einem genialen Oasis Konzert, ich kann immer noch nicht glauben, dass ich die wirklich live gesehen habe.

Ausnahmsweise hatte ich mein sleepover an dem Wochenende auch mal nicht bei Sarah, sondern bei Laura, die ganz in der Nähe des Patriot Centers wohnt. Sonja und ich haben in der Woche, die sie hier war, John F. Kennedy einen Besuch auf dem Arlington Cementery abgestattet, die Potomac Mills Mall am Sonntag vor Weihnachten geplündert, Old Town abgecheckt und das Newseum besucht.

 

Und uns das volle Weihnachtsprogramm gegeben, wie sich das für unser erstes amerikanisches Weihnachten gehört. Wir haben deutsche Weihnachtskekse für Santa Claus gebacken und die schmeckten sogar richtig gut. Die Beleuchtung hier hat auch ziemlich zur weihnachtlichen Stimmung beigetragen, es ist unglaublich wie Amerikaner dekorieren. Zu Halloween hatten viele ja schon verrückte Sachen im Garten stehen, aber was an Weihnachten an manchen Häusern an Lichtern aufgefahren wird ist unbeschreiblich. Wir sind zu einem Haus an der Collingwood gefahren, das so unglaublich dekoriert ist, dass Leute sich in einer Schlange im Auto anstellen, um vorfahren zu können. Das Haus hat einen eigenen Radiosender, den man im Auto einschaltet. Die Lichter im Garten sind dann auf die Radiomusik abgestimmt. Ich habe einige Videos gemacht, ich versuche die nächste Woche hochzuladen.

 

Heiligabend waren wir mit meiner Gastfamilie in der Kirche und haben den Gottesdienst auf Videoleinwand angesehen. Ja, richtig, auf Videoleinwand. Die Kirche ist immer ziemlich voll, deswegen haben sich meine Gasteltern überlegt, dass wir die Messe wie viele andere im Vorraum gucken. Das war gewöhnungsbedürftig, ansonsten war Heiligabend wunderbar entspannt. Wir hatten Besuch zum Dinner, aber Geschenke werden in Amerika erst am 25. ausgepackt. Da die Kinder natürlich sofort losstarten wollten, mussten wir früh raus und haben erstmal alle in unsere Socken am Kamin geschaut und viele schöne Sachen gefunden. Da war Santa wirklich fleißig. Unter dem Weihnachtsbaum waren dann Tonnen an Geschenken und es hat ziemlich lange gedauert bis wir alle ausgepackt hatten.

 

Nach einem entspannten Weihnachtsfrühstück waren Sonja und ich noch mit Marisa am Pier und haben in der Sonne relaxt. Abends hatten wir wieder Besuch zum Dinner und es gab noch mehr Geschenke. Als Sonja sich am Samstag verabschiedet hat, um das Wochenende in Philly zu verbringen war ich ziemlich traurig, aber wir werden uns morgen in New York wiedertreffen und Silvester zusammen feiern. Mein Wochenende war entspannt, gestern Abend waren wir noch in Old Town und am National Harbor in Maryland. Morgen früh geht’s für mich dann los in Richtung Big Apple, wo ich bis Sonntag Urlaub mache. Drückt mir die Daumen, dass das Wetter gut ist, im Moment geht es hier nämlich drunter und drüber. Anfang letzter Woche -8° und dann gestern, nichtmal sieben Tage später, +20°.

Ich hoffe ihr hattet alle schöne und entspannte Feiertage und habt tolle Pläne für Silvester. Euch allen einen guten Rutsch und viel Spaß.

30.12.08 04:24

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