Julia goes Ivy League and Whale Watch

Kaum zu glauben, aber wahr. Ich habe es tatsächlich noch nach Boston geschafft. Und ich hätte so viel verpasst, hätte ich den Trip nicht mehr gestartet, unglaublich. Am Freitagmorgen ging es (mal wieder) hoch nach New York, wo ich den Abend mit Anna verbracht habe. Wir sind durchs Village geschlendert, waren in einigen ziemlich süßen Hinterhöfen und Parks und sind letztendlich dann am Wasser gelandet, wo wir New Yorker beobachtet haben. Natürlich ist uns auch mal wieder das ein oder andere (sehr) schwule Pärchen über den Weg gelaufen – typisch NY/das Village eben.

Samstag hieß meine erste Station in Boston Harvard University. Die Uni liegt in Cambridge, ganz nah an Boston und ist super. Cambridge ist eine niedliche, schöne Stadt und der Campus liegt mittendrin. Mit Verena und ihrer Familie habe ich dann eine von Studenten geführte walking tour gemacht, die unglaublich interessant war. Neben einigen verrückten stories und Campusregeln haben wir auch noch erfahren, dass sowohl Bill Gates, als auch Barack Obama, John F. Kennedy und Matt Damon in Harvard studiert haben. Hier hat zum Beispiel Matt in der zweiten Etage gewohnt:

Die Harvard University wird neben Yale, Columbia, Princeton, Brown, Cornell, Pennsylvania und Dartmotuh zu den Ivy League Colleges, den acht Elite-Unis im Nordosten der USA, gezählt und hat einen richtig guten Ruf. Hätte ich die Möglichkeit dort zu studieren, würde ich nicht nein sagen. Danach ein kleines Häuschen am Louisburg Square und ich wäre happy!

Die Statue auf diesem Photo soll John Harvard darstellen, nach dem die Harvard University benannt wurde. Angeblich bringt es Glück, den Schuh des schönen Mannes zu rubbeln. Gut zu wissen ist allerdings, dass die Statue Freitags- und Samstagsabends unbewacht ist und die Harvard-Studenten wissen, dass die Touristen den Schuh immer berühren. Deswegen lassen sie sich als kleinen Zeitvertreib auch gerne mal den ein oder anderen Spaß einfallen und beschmieren den Fuß mit … irgendetwas. Yummy! Ich hab mich trotzdem dazu durchgerungen ihn zu rubbeln (obwohl ich keinen hand sanitizer mehr hatte!).

Zurück in downtown bin ich den Freedom Trail gelaufen, eine rote Linie, die sich durch die historisch wichtigsten Punkte der Stadt zieht. Boston ist eine eher kleine Stadt, man kann super zu Fuß unterwegs sein, aber es ist auf jeden Fall eine der schönsten Städte, die ich hier in den USA gesehen habe. I’m in love with Boston! Auf den Spuren des Freedom Trails habe ich dann vom Boston Common (einem wunderbaren Park downtown) über das Massachusetts State House, Faneuil Hall, Quincy Market und die Old North Church die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert.

 

Am nächsten Tag stand dann endlich die whale watching tour an – und es war genial! Wir haben so viele Wale gesehen! Und sogar Babywale, ein Traum. Wir sind ungefähr eine Stunde raus aufs Meer gefahren, wo sich ein feeding ground befindet, weswegen die Chancen, dort Wale zu sehen, gut sind. Kurz nachdem wir angekommen waren, haben wir direkt einige Buckelwale gesehen. Teilweise waren die so nah am Boot, wirklich unglaublich. Das ist so ein komisches Gefühl zu wissen, dass diese riesigen Tiere direkt neben dir im Wasser sind. Unser Tourguide hat vieles über die Wale erklärt und ich bin jetzt noch aufgeregt wenn ich daran denke! Am Ende haben wir sogar noch einen Wal springen sehen, das war einfach der Wahnsinn.

Mit meinem neuen Lieblingsreiseführer bin ich dann noch ein wenig in einem der schönsten Viertel Bostons rumgelaufen: Beacon Hill. Mit Sicherheit die teuerste Adresse der Stadt, vor allem der Louisburg Square, aber einfach schön. Das Viertel ist stark europäisch geprägt und durch die hügeligen Straßen süß und charmant.

Kev zu Liebe durfte eine Sache in Boston nicht fehlen: ein Besuch am Fenway Park. Ich glaube ernsthaft, dass es zum Ausschluss der Familie geführt hätte, wäre ich dort nicht vorbeigeschneit. Überhaupt habe ich in Boston niemanden ohne Red Sox Logo irgendwo gesehen. Und das Shirt ‚I support two teams: the Red Sox and whoever beats the Yankees‘ hat jeder Dritte getragen.

Ich hatte also ein wunderbares Memorial Day weekend, habe super Leute kennengelernt und jetzt sind es bald nur noch vier Wochen bis es nach San Francisco geht. Ich könnte gleichzeitig weinen und mich freuen, aber erst mal machen wir noch eine Riesenparty aus der Zeit, die wir noch hier in VA haben!

27.5.09 17:06

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